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4 Tage Busan

Vier Tage in Busan waren zu kurz, um alles zu sehen (vor allem mit kleiner Tochter), aber dennoch war es wunderschön! Hier kurz das, was wir rund um den Hauptbahnhof und Haeundae (DER Strand in Busan!) gesehen haben!

1. Tag - Mit dem KTX nach Busan & Mein erstes Erdbebenerlebnis

Mit dem KTX (dem koreanischen TGV) sind wir 2,5 Stunden von Seoul nach Busan gefahren. Mit Fiona, unserer damals 14 Monate alten Tochter, war dies die angenehmste Art zu reisen, da sie im Zug laufen und klettern konnte und ständig von Mitreisenden abgelenkt wurde. Am frühen Abend kamen wir am Hauptbahnhof an und konnten noch eine tolle Aussicht auf den Hafen genießen, bevor die Sonne unterging.

Nach einem koreanischen Abendessen (Bibimbab - Reis mit Gemüse) fuhren wir mit dem Taxi in den Stadtteil Haeundae. Die Sonne schien schon nicht mehr und so konnten wir eine Nachttour über bunt beleuchtete Brücken und hellerleuchteten Hochhäuser genießen (falls man es "genießen" nennen kann, wenn man neben sich ein wildes Kleinkind ablenken muss, das alles andere möchte, nur nicht still sitzen! ). Eingecheckt haben wir in einem Familien Apartment im Hotel The Mark Haeundae. Dort haben wir Fiona erst einmal hingelegt, bevor wir es uns im separatem Wohnzimmer gemütlich gemacht haben. Plötzlich wackelte das ganze Gebäude!

Die Küchenlampe schwankte gefährlich hin und her und uns wurde richtig komisch im Magen. Hinterher erfuhren wir, dass es sich bei der Erschütterung um ein Erdbeben der Stärke 5,8 handelte. Das Epizentrum lag nur 60 Kilometer Nord-östlich von Busan entfernt. Es war das schlimmste Erdbeben in Südkorea seit Jahrzehnten! Zum Glück gab es nur einige Leichtverletzte und geringe Schäden an Gebäuden, aber das Ganze hätte auch anders ausgehen können... Nun kann ich nachvollziehen, wie sich die vom Erdbeben überraschten Menschen in Neapel, Italien und Japan gefühlt haben mussten!


2. Tag - Strand  und Abendessen im Hard Rock Cafe

Nicht nur die Tatsache, dass das Apartment Hotel zwei gemütliche Zimmer hatte und einer Wohnung gleich kam, gab es im Wohnzimmer auch noch diverse Spielsachen für Fiona: Holzeisenbahn, Krabbeltunnel, Puppenküche, Malecke etc. Damit konnten wir sie morgens nach dem Aufstehen gut beschäftigen, bis es endlich Frühstück gab!

Das Frühstück bot zwar eine große Auswahl, aber für viele Europäer war das meiste dann doch nicht so genießbar. Neben Toast und Ei, Butter und Marmelade, Joghurt und Cornflakes, gab es asiatische Suppen, frittierten Reis und Fleisch, das ich jetzt nicht unbedingt gerne morgens um 7.30 Uhr esse. Aber gut, Fiona wurde von Joghurt, Cornflakes und ein paar Früchten aus der Dose satt!  Danach gingen wir an den Strand und verbrachten eigentlich den ganzen Tag dort. Der Strand in Haeundae ist wirklich sehr, sehr schön. Wir waren zum Glück zu einer Zeit in Busan (Mitte September), in der keine 1000 Sonnenschirme und -liegen jeglichen Blick auf Sand und Meer versperrten.

Nein, der Strand war morgens früh fast menschenleer und vor allem Fiona hatte eine riesige Freude daran, Löscher zu graben, Tauben zu beobachten und auch mal mit uns im Meer zu planschen!

Abends aßen wir im Hardrock Cafe, das zwar nicht gerade günstig, aber eben besonders ist!

Schlafen konnten wir diesmal ohne Erdbeben!

3. Tag - Strand und Aquarium

Auch den zweiten Tag verbrachten wir die meiste Zeit am Strand. Entlang der Promenade sind wir auch einmal spazieren gewesen und konnten so das Treiben der Einheimischen und Touristen beobachten.

Am Nachmittag bin ich mit Fiona in das Sea Life Busan Aquarium, das sich direkt neben dem Strand befindet.

Die Aquarien mit Glasböden über die man läuft und in denen sich Haie befinden, das riesige zylinderförmige Wasserbecken, in dem 1000 bunte kleine und große Fische und Korallen sind und die Rochen-Fütterung waren unser Highlight! Sehr empfehlenswert für Familien mit Kindern!

Abends aßen wir in einen der zahlreichen westlichen Restaurants (wir entschieden uns für eine Tapas-Bar, koreanisches Essen kriegen wir in Seoul ja genug!) an der Promenade mit Meerblick. Hier ist das Essen zwar teuer, aber sehr, sehr lecker!

4. Tag  Mit der Metro zum Hauptbahnhof - China Town - Mittagessen

Heute an unserem letzten Tag sind wir mit der Metro, anstatt mit dem Taxi, zum Hauptbahnhof gefahren. Das Metrosystem in Busan ist genauso übersichtlich und sauber, wie das in Seoul! Sehr schön!  

Am Hauptbahnhof hatten wir dann noch kurz Zeit Chinatown, direkt um die Ecke, zu erkunden.

Da wir an Chuseok (dem größten Feiertag in Korea, gleichzusetzten mit Thanksgiving in den USA) in Busan waren, waren die Läden und Straßen  in Chinatown wie leergefegt. Dennoch konnten wir uns einen kleinen Überblick verschaffen und interessante Gebäude, Statuen und Wandgemälde betrachten.

Vor dem Mittagessen, wieder Bibimbab, erfrischten wir uns noch einmal an den Wasserfontänen, direkt vor dem Hauptbahnhof. Denn auch im September kann es in Korea noch bis zu 26 Grad und wärmer warm werden!

Danach ging es wieder mit dem KTX zurück nach Seoul.

Schön war's Busan! Wir kommen gerne wieder, wenn wir noch einmal die Zeit dafür haben!

 

 

1.12.16 12:33
 
Letzte Einträge: Nordkorea in Südkorea , Interview: Mein Leben in Seoul, 1 Monat Urlaub in Deutschland und das habe ich wieder schätzen gelernt:


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Peri (2.12.16 10:11)
Hallo liebe (r) Sandra, Fiona und Jakob,

man sieht richtig, wieviel Spaß ihr in Soul habt!!! Das tröstet über Eure Entscheidung, bis Sommer 2018 noch in Soul bleiben zu wollen...Tolle Bilder und Beiträge. Lasst Euch es weiter gut gehen!!! Liebe Grüße Peri, Muhammed und Mevlana...

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