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Shanghai – alleine mit Kleinkind

Ich musste ein bisschen nachdenken, ob ich wirklich alleine mit meiner Tochter Fiona (gerade mal 22 Monate) nach Shanghai fliegen sollte oder nicht. Ich habe mich dafür entschieden. Schließlich hatte ich die einmalige Chance über ein verlängertes Wochenende in Shanghai (nur zwei Stunden von Seoul entfernt) eine Freundin zu besuchen.

Am Samstag ging es zur Mittagszeit los. Fiona war ganz aufgeregt, denn wir hatten zum Glück zwei Sitzplätze bekommen (obwohl nur für einen bezahlt) und Fiona konnte in ihrem Sitz Pororo (ein kleiner Pinguin, DIE Kultfigur für kleine Kinder in Korea) schauen. Ziemlich schnell nach dem Start schlief sie aber auch schon für ihren Mittagsschlaf ein und so verging die Zeit wortwörtlich wie im Flug.

Am Flughafen angekommen holte mich meine Freundin Nadja und ihr Mann Noahide ab und mit dem Schnellzug ging es in den Stadtteil Pudong. Dort lieferten wir im schönen Apartmentkomplex bei meiner Freundin erstmal die Koffer ab und bezogen unser Zimmer, bevor es dann im Anschluss zu einem kleinen Spaziergang durch die Umgebung ging. In einem Einkaufszentrum deckten wir uns dann mit chinesischen Mandus (ähnlich wie Maultaschen) und Sushi ein und aßen gemütlich zu Hause. Fiona war bei vielen Chinesen mit ihren blonden Haaren und hellen Augen eine kleine Attraktion und ich hatte oft Mühe die Einheimischen vom vielen Fotografieren abzuhalten. Hätte ich Geld verlangt, wäre ich jetzt vielleicht reich... ?! J

Am Sonntag ging es am Vormittag bei wunderschönem Wetter und klarer Luft mit dem Taxi in einen der zahlreichen Parks. Taxifahren ist hier auch wieder anders, als in anderen asiatischen Ländern. Der Fahrer wird von den Gästen mit einem Plastikfenster abgeschirmt und wenn man sichergehen möchte, dass man auch dort ankommt, wo man hin möchte, dann sollte man die Adresse auf Chinesisch dabei haben. Naohide kann zum Glück Chinesisch und sorgte dafür, dass wir auch dort hingefahren wurden, wo wir hin wollten.

Im Park konnten wir tolle Blumenfelder und kleine chinesische Tempel bewundern und Fiona durfte in einem Gemüsegarten von einer Salatgurke probieren, hinterher Tauben füttern, echte Goldfische  angeln (schon ein bisschen merkwürdig!) und Karussell fahren.

Dann ging es mit dem Taxi in die Altstadt von Shanghai. Die dort modernisierten, aber im alten chinesischen Tempelstil aussehenden Gebäude waren imposant und beeindruckend. In einen der dort zahlreichen Buffetrestaurants, versorgten wir uns mit diversen kleinen chinesischen Köstlichkeiten.

Im Anschluss ging es in den Yuyuan Garten, während Fiona im Kinderwagen schlief. Dies war ein Highlight für mich, denn man empfand, trotz vieler Menschen, eine Ruhe und zwischen Wasserfällen und alten Tempeln sahen wir zig kleine Seen mit Kois und Schildkröten.

Am Nachmittag ging es dann mit der Fähre über den Huangpu Jiang Fluss ans andere Ufer.

Zu Fuß durchquerten wir das Finanzviertel und fuhren mit der Metro wieder zurück ins Apartment.

Am Montag war ich alleine mit Fiona unterwegs, mussten doch Nadja und Naohide arbeiten. Am Vormittag besichtigten wir den Shanghai Tower.

Er ist mit 632 Metern das höchste Gebäude in Shanghai, China und Asien und das zweithöchste Gebäude der Welt, nach dem Burj Khalifa in Dubai. Mit knapp 6 Metern unterschied befindet man sich allerdings in der 121. Etage auf der höchsten Plattform der Erde.

Schon beindruckend, wenn man von dort oben auf die Mini-Menschen und –Autos herab sieht.

Am Mittag gingen wir im Paulaner-Restaurant Würstchen, Sauerkraut, Kartoffelbrei und Brezel essen. Verrückt, denken jetzt vielleicht einige von euch, aber auf asiatisches Essen hatten wir dann doch keine Lust mehr; bekommen wir doch davon auch in unserer jetzigen Heimatstadt Seoul genug. Aber deutsches Essen…mmhhh…das ist schon was Besonderes! J Im Anschluss spazierte ich an der Promenade entlang, während Fiona ihr Nickerchen im Kinderwagen hielt. Dann fing es leider an zu regnen und so verbrachten wir den Nachmittag im Shanghai Ocean Aquarium. Fiona haben die vielen bunten Fische und vor allem die Pinguine und Quallen besonders gut gefallen.

Sehr beeindruckend war der 120 Meter lange Glastunnel durch den man auf einem Laufband fuhr während man Fische, Schildkröten, Haie und Rochen, die über und neben einem schwammen, bewundern konnte.

Zurück sollte es eigentlich mit dem Taxi gehen, aber nach 45 Minuten Wartezeit liefen wir dann doch durch den Regen schnell zur Metrostation. Man wartet in Shanghai dann doch länger auf ein Taxi, als in Seoul, wo es höchstens 5-10 Minuten dauert, auch bei Regen! Zur Rushhour und das noch bei Regen ist Metro fahren mit Kind und Kinderwagen in Shanghai schon was Besonderes und anstrengend, aber zum Glück trafen wir einige sehr nette Chinesen, die uns halfen den Kinderwagen die Treppen hoch und runter zu tragen, einzuklappen und wieder auseinander zu falten.

Dienstag war schon wieder Abflugtag und nach dem Frühstück fuhren wir wieder zum Flughafen.

Schön war's! Danke Shanghai! Danke Nadja und Naohide für die Gastfreundschaft, die Führungen und die Ausflugtipps.

 

7.7.17 03:32
 


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