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Sport in Seoul

 

Hier in Seoul gibt es eigentlich nichts, was man nicht machen kann. Und das trifft besonders auf die Sportaktivitäten zu!

Ich zum Beispiel, habe ganz schnell ein Fitnessstudio gefunden, in dem auch Pilates angeboten wird und das ich nun weiter machen kann (natürlich alles auf Koreanisch, nachahmen anstatt verstehen ist also angesagt). Hier in Seoul gibt es viele Fitnessstudios, besonders viele von ihnen bieten auch Yoga oder andere asiatische Sportarten (Aikido, Taekwondo etc.) an.

Joggen bin ich in Deutschland auch gerne gegangen. Das erwies sich hier als etwas schwieriger, da wir ungefähr 15 Minuten vom Hangang/Han-Fluss (der komplett durch die Stadt fließt) oder von einem kleinen Park um die Ecke wohnen. Einfach mal Turnschuhe anziehen und los raus in den Wald oder ins Feld geht hier in der Großstadt natürlich nicht. Wenn ich jetzt also joggen gehe, dann nehme ich entweder den Bus zum Fluss oder laufe erstmal an der Straße entlang zum Park.

In den vielen Parks in Seoul kann nicht nur gejoggt werden, sondern auch Federball, Fußballtennis oder Basketball wird gespielt. Außerdem befinden sich in fast allen Parks Open-Air-Fitnesstudios, die besonders von älteren Menschen genutzt werden. So sieht man dann auch mal ältere Koreaner, die Gewichte heben und wohl auch dadurch für europäische Verhältnisse ungewöhnlich fit erscheinen.

 

Joggen gehen die meisten aber auch nur, wenn die Luft gut ist. Das Wetter ist ziemlich egal, es kann heiß oder kalt sein, regnen oder schneien (es gibt hier alle vier Jahreszeiten nur krasser ausgeprägt, als in Deutschland), aber die Luft muss gut sein. Das heißt, man erkundigt sich erstmal

mithilfe der „Air-pollution-App“ auf dem Smartphone, ob sich die Werte im grünen oder vielleicht auch im gelben Bereich befinden, dann erst wird auch draußen Sport gemacht. Ansonsten bevorzuge ich dann doch lieber das Laufband im Fitnessstudio, um fit zu bleiben oder um mich für einen nächsten Lauf vorzubereiten. Im September 2014 haben wir am DMZ (Demilitarisierte Zone)-Peace-Marathon (wir sind die 10km gelaufen) an der Grenze von Nordkorea teilgenommen. Erschreckend idyllische ist es dort und sehr ländlich: Reisfelder, Grasplantagen, Blumenwiesen etc.

 

Auf Turnen, was ich in Deutschland gerne gemacht habe, muss ich hier leider verzichten. Sportvereine gibt es hier nicht wirklich und wenn, dann nur Leistungssportvereine. Viele Kinder machen in der Schule Sport und nehmen dort auch an Nachmittagsaktivitäten teil. So biete ich zum Beispiel an der Deutschen Schule in Seoul International, an der ich gerade unterrichte, eine Turn-AG an.

Als Ersatz zum aktiven Turnen, habe ich Taekwondo, das von einem Sportlehrer an der Deutschen Schule angeboten wird, für mich entdeckt. Daran nehme ich nun einmal die Woche teil und lerne Abzuwehren, Kampfschritte in Kombination "zu tanzen" und dabei immer schön laut "Ha" zu schreien. Am Anfang war das schon sehr befremdlich, inzwischen habe wir neuen Taekwondo Schüler uns daran gewöhnt.

 

Ohne irgendwelche Statistiken zu zitieren, habe ich den allgemeinen Eindruck, dass viele Koreaner sehr sportlich sind. Am Fluss oder in den Bergen sieht man besonders am Wochenende viele Wanderer. Besonders auf dem Bukhanusan (San bedeutet Berg) oder um und auf dem Namsan sieht man schon ziemlich früh am Morgen perfekt ausgestattete Wanderer. Angefangen von den Wanderschuhen, über Wanderhosen und -jacken bis hin zu einer Wandermütze und dem passenden Rucksack dazu.

Weiterhin lieben die Koreaner Baseball. Das ist ungefähr so wie mit den Deutschen und dem Fußball. Mit Fußball können viele hier nicht so viel anfangen. Wir waren einmal im Worldcup-Stadion in Seoul und haben uns ein Championsleague Spiel angeschaut. Bei uns wäre ja so ein Stadion ausverkauft. In Seoul waren ungefähr 30% der Sitze belegt. Das Spiel an sich war jetzt auch nicht wirklich spannend im Vergleich zu unseren Bundesligaspielen, aber die Fans waren der Hammer. Die grölten, sangen, wedelten mit ihren Fahnen und sprang auf und ab um ihre Mannschafft anzufeuern. Das war wirklich beeindruckend! Und selbst nach dem Spiel ging es vor dem Stadion, nachdem Seoul gewonnen hatte, weiter. Zwar war alles ziemlich schnell wieder vorbei, aber gefeiert wurde dafür sehr intensiv. Alles natürlich sehr friedlich und gesittet ohne jegliche Gewaltausschreitungen. Und so muss man sich dann die Baseballspiele vorstellen, nur dass die Stadien voll sind und auch noch Cheerleader die Mannschaft und Fans motivieren. Leider waren wir noch auf keinem Baseballspiel, werden das aber hoffentlich bald erleben.   

Am Fluss ist besonders in den milden Sommermonaten oder den warmen Frühlings- und Herbsttagen besonders am Wochenende die Hölle los. Nicht nur Wanderer, Fahrradfahrer und Spaziergänger trifft man dort.

Auch alle möglichen anderen Sportarten werden dort ausgeübt werden: Rudern, Tretbootfahren, Klettern, Segeln, Schwimmen, Wasserski etc. etc. etc. Kleine Schwimmbäder, die nur im Hochsommer, wenn es richtig heiß ist (25-35 Grad) befinden sich auch am Rande des Flusses. Richtig schwimmen kann man in denen allerdings nicht. Sie dienen lediglich als Planschbecken. Viele Koreaner können nämlich nicht schwimmen und weil man Angst hat, dass etwas passieren könnte, sind die Becken nur bauchnabeltief. Auch wenn man im Meer schwimmen geht, darf man nicht weit, als Brusthöhe und auf jeglichen Booten oder im Wasserpark MUSS eine Schwimmweste und eine Badekappe getragen werden!

 

Auch im Winter kommt der Sport nicht zu kurz. So gibt es einige Skigebiete außerhalb von Seoul, die mit dem Auto (oder auch mit der U-Bahn) in 2-4 Stunden zu erreichen sind. Die Skigebiete sind natürlich nicht zu vergleichen zu den großen in Österreich und mit Kunstschnee muss man sich hier auch eher anfreunden, aber für einen Tagesausflug reicht es und man kann die Natur, die frische Luft außerhalb der Stadt  und vor allem die Sonne genießen. Die Winter sind hier nämlich zwar sehr, sehr kalt (zwischen 5 und -17 Grad von November bis März), aber dafür fast täglich sehr sonnig.

 

15.2.15 08:16
 
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